Requiem for a childhood.
  Startseite
    Tag
    Nacht
  Archiv
  sehen
  staunen
  verstehen
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   Oldskool
   Spieglein
   Was aus der Seele spricht.

http://myblog.de/verdreht

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Tag

Ich will nicht hören, dass es sie geben muss, solche Erfahrungen und Menschen, und dass man an ihnen wachsen kann, dass man das lernen muss. Du solltest garnichts sagen, einfach still sein; Stille würde sich nicht so schrecklich falsch anfühlen. Ich musste doch längst alles kennenlernen, viel zu früh, viel zu viel, und daran wachsen. Bin doch längst schon größer als ich selbst, so weit über mich hinausgewachsen, dass ich mich nicht mehr fassen kann und längst schon viel zu viel für mich bin.| Ich tue mein Bestes, nicht mein Leben mit dem der anderen zu vergleichen und dort nur Leichtigkeit zu sehen, mein Bestes, zu akzeptieren dass all das zu mir gehört und es keinen anderen Weg geben kann [als den nach vorne, immer weiter]. Nur ist mein Bestes nicht gut genug und die Angst so unbeschreiblich viel größer. Reicht es niemals aus, zu wollen und alles zu geben; ganz egal, was wir glauben wollen. Alles ist nicht genug und zugleich viel zu viel für uns selbst. Hoffnung ist das, was uns weitergehen lässt. Doch niemand kann uns versichern, dass wir auch irgendwo ankommen, die Hoffnung uns nicht einfach immer weiter drängt, zu einer Reise ohne Ziel, einem Wunsch ohne Erfüllung, Heimweh ohne Ankommen. Fallen ohne Boden. Der Ursprung der Hoffnung ist wieder nur das Wollen. Und das sagt nur etwas über unser Jetzt aus, kann niemals von der Zukunft sprechen.
13.12.07 15:45


Und ich dreh mich schweigend um, und mein Spiegelbild verliert sich im Fenster, vor dem der Regen applaudiert. Immernoch heißt es, scheinbar wortlos herumzustehen und den Kopf zu beschäftigen. Ansonsten werden große Pläne für eine große Zukunft geschmiedet, in die es sich hoffentlich noch hineinwachsen lässt. Träume werden Ziele genannt und kunterbunt ausgemalt; das dass ist von Bedeutung, nicht wie es weitergeht. Und das Herz schlägt ganz wirr vor Glück im Takt einer Melodie, die das Ohr noch nicht kennt.
27.11.07 21:27


I went too far, yes I came too close, I drove away the one that I loved the most. Mein Alltag verschluckt mich mitsamt all den Worten. Der Kopf ist so voll, dass sich das Herz nicht konzentrieren, nichts fühlen kann. Nichts ist weit und frei, da ist nur Enge und wieder der Blick auf zu viele Menschen, die ich nicht mehr sehen kann. Oder will, denn es nicht mehr zu können würde ich besser finden. Doch irgendwo gibt es auch mehr, mehr als das alles. Die Hoffnung auf Schweden. Darauf, endlich einmal dort anzukommen, wo das Herz schon so lange wohnt. Now I ride the tide on a boat made of sand..
13.11.07 19:35


So from now on I will not leave myself open to needing someone. Das sind wieder solche Tage, an denen ich lieber am Rand stehe und stumm dem Leben zusehe, als das zu sagen, was ich andernfalls sagen würde. Es ist ja auch nicht besonders nett, zu sagen, dass man jetzt gehen und den Anderen lieber niemals mehr sehen will. Das wird er nicht hören wollen. Deshalb behalte ich meine Worte für mich und füttere sie mit Alkohol und wirren Gedanken. Die es derzeit sowieso, und mal wieder, im Übermaß gibt. And trust is not the answer. That's just what we do when we can't stand to be alone again.
4.11.07 21:38


Dort, wo du nicht hinsieht, steh ich und schau weg. Manchmal ist der Punkt, auf dem ich stehe, nur dadurch gut, dass ich genau weiß, dass ich bald zu weit weg bin um ihn auch nur aus der Ferne erahnen zu können. Ist alles, was mich hier noch hält, die Aussicht darauf, dass ich bald weglaufen und so viele Menschen endlich hinter mir lassen kann. Manchmal denke ich an dich und den letzten Winter, und frage mich, wie unser Leben weitergeht. Nicht deins, nicht meins. Unser Leben. Und frage mich, ob es das jemals geben wird. Manchmal kommt wieder, was ich hinter mir lassen wollte, und tritt noch mehr zum Vorschein, was ich niemals hinter mir lassen kann. Finde ich wieder keinen Weg, die Gedanken abzustellen oder nicht jedes Gefühl an mich heranzulassen. Und manchmal ist "manchmal" auch nur ein Versuch, die Gegenwart als solche nicht erkennbar zu machen; manchmal ist jetzt. Und ein Dreck ist, was du da stammelst, von Sehnsucht auf meinem Gesicht.
30.10.07 18:07


 [eine Seite weiter]




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung