Requiem for a childhood.
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I know that it is freezing but I think we have to walk. Ich kann mich an jeden Traum der letzten Zeit erinnern und die Bedeutung, die ich in viele von ihnen hineininterpretiere, macht mir wirklich Angst und sieht andererseits nach Veränderung, Anderswerden und Wegbrechen aus.|| Ich weiß nicht, woher es kommt, doch inzwischen kommt mir Alles so mit Worten überfüllt vor, dass ich nicht mehr schreiben will. Nicht mehr so und so viel. Ich finde, ich bin nicht mehr auffindbar in meinen eigenen Worten, darum umgebe ich mich mit anderen und verstecke mich dahinter. Mit Buchstaben kann ich mir selbst nichts mehr geben, und ich habe momentan wirklich nicht das Gefühl, es für irgendwen sonst zu können. Malt euch eine eigene Dunkelheit, fühlt die Leere doch selbst. Zieht viel zu große Schuhe an, tanzt auf dem Seil, von mir aus. Aber erzählt mir anschließend nicht, ihr könntet irgendetwas nachvollziehen.||
I keep waving at the taxis, they keep turning their lights off.
1.5.06 13:02


Flügelschläge im Bauch machen manchmal wirklich nichts besser, sondern nur Magenschmerzen.|| Der Blechmann will nichts lieber haben als ein Herz und merkt nicht, dass er längst eines hat, das an dieser Sehnsucht fast selbst zerbricht. Ich finde, ich bin lange genug gestolpert, in meinen viel zu großen Schuhen und über sie hinweg. Ich will keine Finger mehr sehen, die auf mich zeigen, kein Lachen mehr hören, das nicht aus mir selbst oder mit meinem entsteht und keines der Gesichter mehr sehen, die Außen suchen, was sie innen längst verloren haben. Ich komme hinter meiner Schminke hervor, und wenn ich lache, dann wirklich [und wenn ich falle, starren mich keine tausend Augen mehr an, und wenn ich weine, strahlt mich kein Scheinwerfer an]. Ich finde, das hier ist das Ende meiner Vorstellung, auch wenn es für niemanden das letzte sein wird, das er von mir hört. Ich nehme mein Seil in die Hand und balanciere weiter, mit dem Rücken zu einem Zelt mit zu vielen Menschen und einer Manege, in der einsam nur noch ein Paar roter, viel zu großer Schuhe steht.|| Jetzt, im Moment, ist es nur mein Zylinder, sind es nur meine weißen Kaninchen. Es ist mein Blick nach innen, nicht mehr als das, mein Weg zurück in ein Labyrinth voller Glaswände, das wieder meine Gefühlswelt ist. In still und ohne Zirkusmusik, ohne Verstecken hinter Schminke, die mir schon lange auf meinem Gesicht brennt. Mit meinen weißen Kaninchen und meinen eigenen Wundern.||und einem Seil, das mich so schnell nicht loslassen wird.
2.5.06 20:44


Muss ich immer alles müssen, was ich kann? Eine Hand trägt die Welt und die andere bietet Getränke an. Ich kann mit allen zehn Füßen in zwanzig Türen und mit dem elften in der Nase noch Ballette aufführen. Aber wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich gar nichts wollen. Ich weiß aber, dass Alle etwas wollen sollen. [Judith Holofernes] Ich will jetzt ganz einfach nur sprachlos sein.
3.5.06 19:47


Ich balanciere hin und her und weiß nichts mit mir anzufangen, verstecke mich in fremden Zeilen, nur um meine eigene Wortlosigkeit nicht fühlen zu müssen. Manchmal will ich schreiben und sagen, von der Schwere ein kleines Stück abgeben vielleicht. In mir ist ein einziges Wirrwarr, mit tausend Worten darin, die ich doch loswerden will. Aussen sehe ich nur, dass keines meiner Worte hineinpasst, nichts von mir, und ich kein Stück meiner Schwere loswerden kann.|| Es sind meine weißen Kaninchen, meine eigenen Wunder, die ich aus einem Zylinder zaubern kann, wenn niemand hinsieht, ich mit mir alleine bin.. Nur macht es mir Angst, zu wissen, dass weiße Kaninchen manchmal kleine blonde Mädchen dazu bringen, ihnen in eine Welt zu folgen, in der sie verloren sind und eine Königin mit ihrem Kopf Kricket spielen will.
5.5.06 18:05


Ein kleines Stück von dir ist wie ein kleines Stück vom Glück. Die Sonne will nicht untergehn.. Manchmal fühlt sich Alles so viel leichter an, wenn die Sonne darauf scheint und sich das innere Grau nicht auch noch draussen vor meinem Fenster, in dem Ummichherum wiederspiegelt. Ich weiß momentan nicht, worüber ich schreiben und was ich irgendwem erzählen soll. Ich fange tausendmal mit etwas an und schreibe es tausendmal wieder um, mir reicht das Alles irgendwie nicht. Wenn auch nicht mehr grau, bleibt meine Umgebung doch bis an den Rand und wahrscheinlich noch darüber hinaus mit Worten ausgefüllt, die ich nicht hören will oder einfach nur überflüssig finde. Ich lasse meine Beine baumeln, sitze auf meinem Seil und sehe in das Labyrinth, warte einfach nur. Irgendwann wird es wieder anfangen, dass es mir leichter fällt. Und bis dahin sehe ich mir meine Bilder eben alleine an [So muss ich sie nicht mit Worten fangen]. Jetzt zu gehn wär' viel zu leicht.
6.5.06 17:48


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